
Musik & Kunst in der Therapie
Musik und Kunst können eine wichtige Rolle in der Therapie spielen – je nachdem, welchen Zugang man dazu hat. Das ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Es gibt Menschen, die mit Musik nichts anfangen können, sich aber gerne in Bildmetaphern aus der Kunstgeschichte ausdrücken. Es gibt Menschen, die von Musik sehr berührt sind und sich darin wiederfinden. Egal ob es um das zeichnerische Visualisieren von Themen geht, das Erstellen von Collagen oder den Ausdruck von Gefühlen anhand von Musik – Musik und Kunst können einen wichtigen Platz einnehmen.
Konkret arbeite ich immer wieder mit Klient*innen, die sich in Comics ausdrücken, die Soul Collages machen, die zuhause mit verschiedensten Techniken Dinge gestalten (von großformatigen Bildern bis zu Töpferarbeiten), die sich mit Musik beschäftigen (egal ob mit der Melodie, dem Rhythmus oder den Texten) oder die selbst Musik machen, um einen besseren Zugang zu ihren Themen zu finden. In der Praxis stehen dafür sowohl Arbeitsmaterialien aller Art sowie einige Instrumente zur Verfügung (Keyboard/E-Piano, Gitarre, Percussion).

In der Therapie wird meist sehr schnell klar, was – außer über die belastenden Themen zu sprechen, was natürlich das Herzstück der Therapie ausmacht – für welchen Menschen zusätzlich hilfreich sein könnte. Egal ob es Musik ist (aktiv oder passiv oder beides), das Suchen und Finden von passenden Bildern oder Filmen/Serien für die wichtigen Themen, das Arbeiten mit Figuren aus Literatur oder Film, das Zeichnen von bestimmten Situationen oder das Visualisieren möglicher Lösungen, die Herstellung von Bildern oder Collagen, angewandte Teilearbeit oder oder oder – in jedem Fall ist in der Arbeit mit Kunst und Musik sehr viel Potenzial und ma kommt manchmal zu ganz besonderen Erkenntnissen.